Harmonisierte Meldungen werden zunehmend zur Erfassung von Verkehrsunfällen verwendet.
Lettisches Kfz-Versicherungsbüro (im Folgenden – LTABStatistiken des Ministeriums für Verkehr und Kommunikation zeigen, dass im Jahr 2025 73,90 % aller Verkehrsunfälle mithilfe koordinierter Meldungen erfasst wurden, während in 26,10 % der Fälle ein Polizeibericht verwendet wurde. Dies ist historisch gesehen der höchste Anteil koordinierter Meldungen – zum Vergleich: Vor fünf Jahren lag dieser Anteil bei 66,93 %.
LTAB Berechnungen zeigen, dass der Anteil derjenigen, die die harmonisierten Meldungen ausfüllen, jährlich um etwa 1 % steigt. Derzeit wird etwa ein Viertel der Verkehrsunfälle gemäß dem Protokoll der Landespolizei erfasst. LTAB Schätzungen zufolge hätte etwa ein Drittel dieser Unfälle durch die Nutzung des harmonisierten Meldesystems erfasst werden können. Darüber hinaus zeigen Informationen des staatlichen Feuerwehr- und Rettungsdienstes (SFS), dass die Anzahl der Anrufe bei der einheitlichen Notrufnummer 112 jährlich zunimmt. Auch hier erwies sich etwa die Hälfte der Anrufe als unbegründet oder erforderte keinen Notfalleinsatz. Dies bestätigt, dass die Folgen von Verkehrsunfällen in einigen Fällen durch das Ausfüllen des harmonisierten Meldesystems durch die Fahrer selbst hätten verhindert werden können.
„Wir beobachten immer noch, dass in manchen Fällen die Polizei gerufen wird, selbst wenn sich die Situation durch Ausfüllen des standardisierten Unfallberichts schneller und einfacher klären ließe. Besonders besorgniserregend sind zudem Fälle, in denen Autofahrer nach kleineren Unfällen den Notruf wählen und so die Rettungskräfte unnötig belasten, die möglicherweise dringend benötigt werden, um die Folgen eines weiteren Unfalls zu beseitigen. Daher möchte ich Sie nochmals daran erinnern, dass der standardisierte Unfallbericht gerade dazu dient, die Einschaltung von Polizei und Rettungskräften bei kleineren Unfällen zu vermeiden“, erklärt er. LTAB Vorstandsvorsitzender Jānis Abāšins.
LTAB Sarunbot weist darauf hin, dass Autofahrer seit Dezember letzten Jahres die Umstände eines Verkehrsunfalls auch über WhatsApp dokumentieren können. Der koordinierte Bericht kann in WhatsApp ausgefüllt werden, sofern keine Verletzten vor Ort sind und die Beteiligten ihre Identität mit SmartID oder einer elektronischen Signatur bestätigen können. Sarunbot stellt im Dialogformat Fragen zum Unfallzeitpunkt, den Umständen, Zeugen und dem entstandenen Schaden. Einige Informationen, wie der Unfallort und Fahrzeugdaten anhand der angegebenen Kennzeichen, werden automatisch generiert, wodurch sich die Bearbeitungszeit deutlich verkürzt. Der Hauptvorteil dieser Lösung liegt darin, dass der koordinierte Bericht in einem gängigen Messenger-Programm – also in einer den meisten Menschen vertrauten Umgebung – ausgefüllt werden kann. Zudem entfällt das Zeichnen einer Unfallskizze, was Autofahrern bisher die größten Schwierigkeiten bereitet hat. Stattdessen ermöglicht die Lösung eine detailliertere Beschreibung der Unfallumstände sowie das Hinzufügen von Fotos und Videos. Weitere Informationen zu den Optionen für das Ausfüllen des koordinierten Berichts in WhatsApp finden Sie unter www.ltab.lv/spapp.
Um Autofahrer zu ermutigen, mehr digitale Lösungen bei der Einreichung von Versicherungsansprüchen zu nutzen und über die Möglichkeit zu informieren, die harmonisierte Erklärung in der WhatsApp-Messaging-App auszufüllen, LTAB hat am 13. April die Aufklärungskampagne „Klicken und zustimmen!“ gestartet. LTAB Das Unternehmen hat eine Reihe von Veranstaltungen geplant, sowohl digital als auch in Präsenz, beispielsweise durch die Teilnahme an der Messe „Auto 2026“. „Wir möchten uns gezielt an jene Fahrer richten, die weniger informiert, unsicher oder gar abergläubisch sind, und sie davon überzeugen, dass das Ausfüllen der harmonisierten Meldung digital genauso bequem, einfach und sicher ist wie die Abstimmung des wöchentlichen Einkaufszettels in einer WhatsApp-Familiengruppe“, so J. Abāšins.
